Naima

Die Jacke ist fertig, gewaschen, getrocknet, fotografiert. Die Anleitung von ANKESTRICK ist ausgesprochen gut ausgearbeitet, es gibt sie in einer kurzen und einer langen Version. Da ich genügend Garn zur Verfügung habe, habe ich mich für die lange Version entschieden.

Das Garn ist die Schura (80 % Schurwolle, 20 % Ramie) von der wollerey. Mit 300 m auf 100 gr hat es die perfekte Lauflänge, mit Nadelstärke 4 zügig zu stricken. Das Garn ist weich, aber nicht labberig im Gestrick, es hat Stand, aber „zerrt“ nicht durch den 20 %igen Ramie-Anteil. Es handelt sich bei meinen pinken und grünen Strängen um Garn aus dem Woll-Abo der Wollerey aus diesem Jahr (1. Lieferung). Ich bin nicht nur zufrieden, sondern regelrecht glücklich mit meiner Wahl, die Naima aus der Schura gestrickt zu haben. Das Garn hat Dagmar übrigens nicht permanent im Sortiment, sondern hauptsächlich in den kühleren Monaten. So, wie die Muschelzeit ist. Vielleicht. In Monaten mit „r“ im Namen. Oder so. Nein, das ist natürlich Quatsch. Einfach bei Dagmar nachfragen. Momentan gibt es wunderschöne Färbungen. Und vom Preis- / Leistungsverhältnis ist es in dieser Qualität für mein Empfinden nicht zu schlagen.

Anleitung: Naima von Ankestrick
Garn: Schura (80 % Schurwolle, 20 % Ramie) von der wollerey
Nadelstärke 4

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Urlaub … Südtirol

Urlaub. Endlich. Lange herbeigesehnt. Plötzlich war er da. Und es war unfassbar wunderschön. Unser Plan war, keinen Plan zu  haben. Ja, eine grobe Richtung, was beim Packen des Koffers hilfreich ist. Aber mehr auch nicht. Südtirol sollte es sein, ein bisschen Gardasee, anschließend ein paar Tage bei unseren Freunden in Appiano / Eppan bei Bozen.

Schon die Anreise war ziemlich entspannt, wenig Stau außer in den schier endlosen Baustellen auf den deutschen Autobahnen. Unsere erste Nacht in Italien bzw. Südtirol haben wir in Tschars im Vinschgau verbracht. Die Hotelsuche bzw. -findung wie immer: einfach mal anhalten und fragen, ob es noch ein Doppelzimmer gibt. In all den Jahren, in denen wir so reisen, hatten wir nur selten Pech. Auch dieses Mal – ein süßer Ort, sehr, sehr steil, prima Essen, die Unmöglichkeit, die Einheimischen im südtiroler / vinschgauer Dialekt zu verstehen und trotzdem eine Unterhaltung zustande zu bringen.

Von hier aus gings dann an den Gardasee

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– eine kleine Weingut“besichtigung“ und einen Eiscafe später haben wir uns weitertreiben lassen, um in Malcesine im gleichen Hotel (Ariston) wie vor 5 Jahren abzusteigen. Auch wenn der Ort touristisch total überlaufen ist, hat er schöne Ecken und ein besonders schönes Restaurant Al Gondoliere.

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In unmittelbarer Nähe unseres Hotels ist die Seilbahn, die zum Monte Baldo führt. Wir sind früh aufgestanden, haben eine der ersten Bahnen am Morgen genommen – und waren im Endeffekt extrem froh darüber, als wir später am Tag wieder unten angekommen sind: die Schlange am Eingang hatte Phantasialand-Ausmaße: geschätzte 2 – 2,5 Stunden Wartezeit. Für uns alles gut … ☺

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Immer, wenn es uns zu heiß wurde in der Ebene, sind wir in die Berge gefahren, haben uns bekannte, aber auch neue Seen gefunden und es uns gut gehen lassen. So zum Beispiel am Lago di Molveno

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und am nächsten Tag am Lago Smeraldo, dem Smaragdsee, den ich vor geschätzt 30 Jahren schonmal mit meiner Mutter + meiner Schwester besucht habe. Insbesondere eine Wanderung / Spaziergang durch den Canyon (Start in Vasio) sind sehr, sehr empfehlswert.

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Und natürlich „mussten“ wir nach San Romedio. Mit dem alten Einsiedlerkloster verbindet mich eine ewig lange Verbundenheit. Ich habe das Gefühl, hier meinem Papa noch näher zu sein.

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Dann haben wir, nachdem wir Quartier bei Elena und Roberto bezogen haben, den Patscheider Hof ge- und besucht. In der Bozener Gegend ein Begriff, wir wurden auf das kleine Lokal mit Michelin-Sternen durch eine Fernsehshow mit Tim Mälzer aufmerksam. Es ist absolut wunderbar dort. Die Preise sind moderat, der Ausblick atemberaubend, das Essen super.

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Ein weiterer Tagesausflug hat uns ins Ultental und auf die Schwemmalm geführt. Eigentlich ein Skigebiet, aus dem z.B. Dominik Paris kommt, im Hochsommer für Wanderer ein schönes Gebiet mit einem auch für uns gut begehbaren Plateau.

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Was soll ich sagen? Die Zeit, die wir verbracht haben, war wunderschön, die Abende mit unseren Freunden und der abschließende Geburtstag von Aldo, eine schöne Gelegenheit, noch einmal mit allen zusammen zu sitzen und dann gut gelaunt, ein bisschen wehmütig, die Heimreise anzutreten.

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Fazit: wir kommen wieder. Ganz bestimmt.